top of page

Schwindel ohne Befund – wenn Untersuchungen unauffällig bleiben

Manchmal zeigen medizinische Untersuchungen keine klare organische Ursache – und dennoch besteht Schwindel, Benommenheit oder Unsicherheit im Alltag. Das Erleben ist real. Es entsteht häufig durch eine veränderte Regulation im Zusammenspiel von Nervensystem, Wahrnehmung und innerer Spannung.

Was passiert im Körper?

Dein Gleichgewicht entsteht aus dem Zusammenspiel von Augen, Innenohr, Körperwahrnehmung und zentraler Verarbeitung im Gehirn. Wenn das Nervensystem über längere Zeit unter Spannung steht oder Reize dauerhaft intensiv bewertet, kann die Verarbeitung feiner Orientierungsinformationen instabil werden. Das System arbeitet dann mit erhöhter Wachsamkeit. Kleine Veränderungen werden stärker wahrgenommen, innere Zustände schneller als relevant eingestuft. So entsteht ein Gefühl von Unsicherheit, obwohl keine strukturelle Schädigung vorliegt.

Typisch sind

– Benommenheit oder diffuse Unsicherheit ohne klaren Drehschwindel

– Schwankendes Befinden im Tagesverlauf

– Verstärkung bei Stress, innerer Anspannung oder Erschöpfung

– Gefühl, nicht ganz im Körper oder nicht ganz im Raum zu sein

– wechselnde Intensität ohne eindeutiges Muster

Warum reagiert das System so?

Das Nervensystem ist lernfähig. Wenn es über längere Zeit unter Druck stand oder intensive Schwindelerfahrungen verarbeitet hat, kann sich eine erhöhte Sensibilität für Gleichgewichtssignale entwickeln. Die innere Regulation verschiebt sich. Wahrnehmung, Muskelspannung und Aufmerksamkeit stehen enger miteinander in Verbindung. Dadurch entsteht ein Zustand, in dem Orientierung mehr Energie kostet.

Was erwartet dich im Kurs?

– Dein Training ist das  Regulationsmodul Balancepunkt . Es ist auf Menschen mit deinem Beschwerdebild ausgerichtet. Bei Bedarf kannst du dein Training um ein thematisches Modul (Visuell/PPPD/Halswirbelsäule) ergänzen. Ein strukturierter Selbsttest zeigt dir, ob ein Themenmodul für dich sinnvoll ist.

bottom of page